Strompreise
   Hier erfahren Sie, wie teuer Strom seit 2010 wurde


Entwicklung der Strompreise seit 2010

Wer seine aktuelle Stromrechnung mit den Vorjahresrechnungen vergleicht, wird wahrscheinlich feststellen, dass sich die Stromkosten in den letzten Jahren stetig erhöht haben - gerade, wenn man sich noch in der Grundversorgung befindet. Viele Verbraucher fragen sich, wie die hohen Strompreise entstehen.

Strompreise

Seit im Jahr 1998 das Energiewirtschaftsgesetz verabschiedet wurde, können Verbraucher ihren Stromversorger frei wählen und den Anbietern ist es möglich, auch überregional Haushalte mit Strom und Ökostrom zu beliefern. Die Öffnung des Energiemarktes und der dadurch entstandene Wettbewerbsdruck führten zunächst zu einer allgemeinen Senkung der Strompreise. Die Preissenkung hatte allerdings nicht lange Bestand, da die großen Energieversorger die alternativen Stromanbieter wieder verdrängten. Erst die Einführung der Bundesnetzagentur konnte Abhilfe schaffen. Sie reguliert seit 2005 den Strommarkt, indem sie jedem Stromanbieter den Zugang zum Versorgungsnetz ermöglicht.

Grundversorger und Alternativversorger

Trotz Liberalisierung und zunehmenden Wettbewerbs wurden die Strompreise in den vergangenen Jahren stetig erhöht: Zwischen 2010 und 2016 ist der durchschnittliche Strompreis in Deutschland um 25 Prozent gestiegen. Dabei erhöhen jedoch nicht alle Versorger ihre Preise in gleichem Umfang. Bei der Grundversorgung kam es zu einem deutlich höheren Anstieg als bei den Tarifen alternativer Stromanbieter. Letztere haben ihre Strompreise seit 2010 im Schnitt um 14 Prozent erhöht, während bei den Grundversorgern die Preise im gleichen Zeitraum fast um ein Drittel angestiegen sind. Seit 2014 sind vor allem die Preise der Alternativanbieter sogar wieder gesunken.

So setzt sich der Strompreis zusammen

Die Stromanbieter können nur einen Teil des Strompreises beeinflussen. Der Strompreis setzt sich aus vier großen Bestandteilen zusammen: staatliche Abgaben, Steuern, Netzentgelte sowie Energieversorgung / Vertrieb. Auf die drei erstgenannten hat der Versorger keinerlei Enfluss. Die Steuern sowie die Abgaben und Umlagen muss der Stromanbieter fix für jede verbrauchte Kilowattstunde abführen. Hierzu zählt die EEG-Umlage, die erhoben wird, um die umweltschonende Erzeugung von Strom zu fördern. Sie beträgt seit Januar 2016 6,35 Cent pro Kilowattstunde. 2017 wird die Ökostrom-Umlage auf 6,88 Cent pro kWh steigen.

Neben der EEG-Umlage gibt es jedoch eine Reihe von weiteren Umlagen und Abgaben, etwa die Konzessionsabgabe, die die jeweilige Stadt oder Gemeinde erhält. Sie muss bezahlt werden, weil der Stromversorger öffentliche Straßen und Wege nutzt, um seine Leitungen zu verlegen und instand zu halten. Auch die Netzentgelte werden dem Stromanbieter vorgegeben. Sie werden von der Bundesnetzagentur geregelt und fließen an den Netzbetreiber für die Durchleitung von Strom im jeweiligen Netzgebiet.

Lediglich die Kosten für die Energieversorgung und den Vertrieb kann der Stromanbieter selbst beeinflussen – dies ist der Preisbestandteil, der die Höhe der eigenen Marge bestimmt. In günstigen Stromtarifen fällt der Anteil der Energiebeschaffung und des Vertriebs geringer aus, in teuren Tarifen, insbesondere der Grundversorgung, liegt dieser Kostenbestandteil höher.

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